Geschichte des Stadteils Wadelheim                   

 

 

 

Geschichte des Stadtteils Rheine-Wadelheim

Von der Bauerschaft zum Stadtteil.

 

Die Bauerschaft Wadelheim, wird erstmals 1030 in einer Stiftungsurkunde der Matrone von  Reinmod  als Wachtelhem erwähnt. Im Jahre 1373 nennt es ein Kirchliches Heberegister dann Wadelheim. Dazwischen tauchten Namen wie Wodanheim und Wadelhem auf.

Der Name Wadelheim kommt von Wad, Woad oder Wacht was alles Burg bedeutet. Diese Burg hat auf der Huenenborg gestanden und wurde während der Kristianisierung des Münsterlandes zerstört. Auch Wodansheim hatt nichts mit dem Gott Wodan zutun, denn wenn man es Woad ans Heim ausspricht bekommt das Ganze die richtige Bedeutung, nämlich Burg am Heim sprich die Burg an der Siedlung/Ort

Wadelheim ist unterteilt in die Gegenden Buomenhook, Kloddenhook .Uhlenhook sowie das Lütkefeld und das Devesfeld, das sowohl zu Wadelheim als auch zu Bentlage gehört.  

Fest mit der Geschichte Wadelheims ist auch der Schultenhof verbunden, er nannte sich de "hof to Wadelhem" und der jeweilige Schulte hatte das Markgericht inne auch Holzgericht oder Holting genannt. Diese Gericht entschied alle Dinge in Bezug auf den Gemeinschaftlichen Grundbesitz eines Dorfes oder Bauerschaft, auch Mark genannt.  

Im Jahre 1677 wurde die Thiekluse erbaut, die 1874 ihr Türmchen erhielt und auch umfangreich renoviert wurde. Um 1800 hatte die Bauerschaft bereits 37 Wohnhäuser und 234 Einwohner. Um etwa 1800 gab es dann den ersten Schulunterricht durch Onkel Ross auf dem Hof seiner Eltern. Das erste Schulgebäude entstand erst 1805, dem 1872 ein Neubau folgte. Dieses wurde mehrfach umgebaut, im 2. Weltkrieg teilweise zerstört und zuletzt 1966 erweitert. 1979 wurde der Schulbetrieb ganz eingestellt und der Jugend und Familiendienst hat heute dort sein Domizil. 

1897 wurde die heutige Wadelheimer Chaussee gebaut, die mitten über den Hof Schürmeyer führte, dort wo heute das Wadelheimer Landhaus ist. Im Jahre 1905 erhielt Wadelheim durch den Bau der Bahnlinie Rheine - Ochtrup Anschluss an das Eisenbahnnetz, auf dem bis 1969 Personenverkehr durchgeführt  wurde und bis Ende 1988 auch noch  Güterverkehr. 

Von 1936 bis 1970 gab es in Wadelheim, an der Wadelheimer Chaussee auch eine Posthilfsstelle, die durch die Familie Böhle betrieben wurde. Sie hatten gleichzeitig noch einen Kohlenhandel.

Die Eigenständigkeit Wadelheims wechselte zwischen 1803 und 1974 mehrfach, so wurde im Jahre 1844 das Amt Rheine gegründet zu dem Wadelheim mit kurzer Unterbrechung bis 1974 zugehörig war. Ausserdem wurde bereits 1927 ein Teil von Wadelheim ausgemeindet und der Stadt Rheine zugeordnet. 

Heute ist Wadelheim ein Stadtteil von Rheine, der sowohl landwirtschaftlich sowie auch als stadtnahes Wohngebiet genutzt wird. Außerdem gibt es im Uhlenhook mit der Reitanlage, dem Stadion und dem Festplatz einen kulturellen Schwerpunkt.